Editorial

Ein neues Literaturblatt

liegt vor Ihnen – vierfarbig und vielseitig, erlesen und mit der gewohnten Sorgfalt gestaltet. Nach achtzehn Jahren schien eine Überarbeitung geboten, die den Wünschen unserer LeserInnen nach mehr Orientierung nachkommt: in der Zeitschrift selbst und auf dem Buchmarkt.

So haben wir zu den bewährten Rubriken wie Porträt, Interview und Themenartikel die aktuelle Buchkritik eingeführt. Aus der Flut der Neuerscheinungen möchten wir Ihnen vorstellen, was sich zu lesen lohnt, aber im Marketinggeschrei der Medien und zwischen den Stapeln der Buchkaufhäuser leicht untergeht. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden Titel aus allen Bereichen besprechen: Belletristik und Lyrik, Klassiker, Kochbücher und Kriminalromane, Kalender und Hörbücher, Kinderliteratur und Reiseführer.

Neben diesen Lektüreempfehlungen finden Sie wie bisher Wiederentdeckungen zu Unrecht vergessener Autoren und Werke, Kolumnen wie Oberhausers Fährtenlese, Rätsel und Fragebogen sowie anstelle der „lesbar“ die Literaturszene mit knappen Hinweisen auf Wissenswertes.

Zwei Schwerpunkte, die uns immer schon am Herzen lagen, werden nun regelmäßig vorkommen: die Buchkunst und die kleineren, unabhängigen Verlage. Dazu werfen Independent-Verleger einen Seitenblick auf die Produktion fremder Häuser.

Geblieben ist unser Anspruch, unabhängig und kritisch, informativ und unterhaltsam zu berichten – über lokale, regionale und weltweite Literaturthemen. Und natürlich umfassend Auskunft über wichtige Veranstaltungen im Land zu geben – dies in enger Kooperation mit dem Kulturfinder Baden-Württemberg, dem größten Online-Portal, wo Sie Kulturtermine aller Sparten finden, natürlich kurzfristige Änderungen und sich vielfach sogar direkt zu den Veranstaltern durchklicken können.

Kürzlich wurden wir gelobt: als ein „erfreuliches Publikationsorgan, das in Deutschland fast einen Alleinstellungsanspruch besitzt“ und die Buchkultur im Südwesten „entscheidend geprägt, ungemein belebt und auf erfreuliche Weise bereichert“ hat. Das erfreut und verpflichtet.

Nun sind wir neugierig auf Ihre Meinung zum neuen Literaturblatt!

 

Irene Ferchl

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