Rätsel

Schon auf Fotos zieht diese beeindruckende Frau immer den Blick auf sich – und dies hat sie ihr Leben lang auch in der Wirklichkeit getan. Vermutlich hat kaum jemand mehr Heiratsanträge bekommen und abgelehnt als sie.

Geboren und aufgewachsen in Russland, beschloss sie, in der Schweiz Philosophie, Kunst- und Kulturgeschichte zu studieren; dazu musste sie ohne ordentlichen Schulabschluss erst noch eine Aufnahmeprüfung ablegen. Dabei beeindruckte sie mit ihren intellektuellen Fähigkeiten und betrieb das Studium dann derart besessen, dass Kuraufenthalte erforderlich wurden. Bei einem Aufenthalt in Rom entstand die Idee einer Wohn- und Arbeitsgemeinschaft mit zwei Männern, doch von dieser Dreieinigkeit blieb wenig mehr als ein eigenartiges, berühmt gewordenes Foto und etwas Abglanz vom Ruhm des einen, des berühmten Philosophen. Als dessen Freundin bekam ihr erstes, unter Pseudonym erschienenes Buch eine gewisse Aufmerksamkeit, ihm folgen philosophische und literarische Werke.

Ihre Heirat und lebenslange platonische Ehe mit einem Orientalisten hinderte die Gesuchte nicht an zahlreichen Liebesbeziehungen: Vor allem die zu einem jungen Dichter wurde für sie selbst und ihn wegweisend. Er verdankte ihr »seinen Namen« und wesentliche Impulse für sein Schaffen, gemeinsam unternahmen sie für beide prägende Reisen, und sie entdeckte letztlich durch den Wunsch, ihm in seiner Krankheit zu helfen, die Psychoanalyse. In der ihr eigenen Konsequenz lernte sie deren Begründer kennen und studierte bei ihm, um dann selbst eine Praxis zu führen.

Dass ihr Leben, ihre Freundschaften und Affären heute bekannter sind als ihre Bücher, hängt nicht unwesentlich mit ihrer Überzeugung zusammen, dass das Leben überhaupt Dichtung sei: »Uns selber unbewußt leben wir es, Tag um Tag wie Stück um Stück, – in seiner unantastbaren Ganzheit aber lebt es, dichtet es uns

Wer war’s?

 

Wir verlosen die Lebenserinnerungen der gesuchten Schriftstellerin unter den Einsendungen der richtigen Lösung bis zum 1. Oktober an die

Redaktion Literaturblatt, Burgherrenstraße 95, 70469 Stuttgart.

In Heft 4 / 2017 hatten wir nach Margaret Atwood gefragt, noch nicht ahnend, dass sie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten und somit leicht zu erraten sein würde. Ihren Roman Hexensaat hat Harry Seefeldt aus Reutlingen gewonnen.


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