Rätsel

Die diesmal gesuchte Schriftstellerin galt als eine der wichtigsten Repräsentantinnen der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur und war doch zutiefst davon überzeugt, »dass Kino ein stärkeres Medium als Literatur ist.«

Die Begeisterung für Kinofilme hatte sie in der Kindheit bei einer Tante erlebt und rasch übernommen; auch an dem Tag, als der Zweite Weltkrieg begann, war sie im Kino, unerlaubterweise, denn auch in Wien galt das »Judenverbot«.

Mit achtzig Jahren, 2001, legte sie eine ungewöhnliche Autobiografie vor, in der sie ihre Lebenserinnerungen an gesehene Filme knüpft und so erhellende Blitzlichter wirft.

Nach dem Krieg, den sie zusammen mit ihrer Mutter in einem Versteck überlebte, begann sie ein Medizinstudium und brach es ab, um ihren einzigen Roman über das Schicksal aus Rassegründen verfolgter Kinder in der Nazizeit zu schreiben. In diesen Jahren arbeitete sie als Lektorin in dem Verlag, in dem sie später fast alle Werke publizierte, sowie an der Hochschule für Gestaltung in Ulm.

Bekannt wurde die Gesuchte später vor allem mit Erzählungen, Kurzgeschichten und Hörspielen. Bei einem Treffen der Gruppe 47 lernte sie ihren späteren Ehemann kennen, ebenfalls ein berühmter Dichter, dort erhielt sie ihren ersten Preis, dem zahlreiche Auszeichnungen folgten.

Sie konnte aber auch Ehrungen ablehnen, war überhaupt kompromisslos, sarkastisch und von einer schonungslosen Wahrheitsliebe, so dass sie in den Nachrufen als radikale Pessimistin bezeichnet wurde. Dem Reiz und der Aktualität ihrer Texte schadet das keineswegs …

 

Wer war’s?

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