Editorial

Einhundert Ausgaben …

 

… ist das eigentlich viel oder wenig? Für ein zweimonatlich erscheinendes Magazin wie das Literaturblatt Baden-Württemberg ist es eine ganze Menge und eine ziemlich lange Zeit, beinahe siebzehn Jahre! Wie lang das ist, wird einem klar, wenn man sich vergegenwärtigt, wie sich die Welt, vor allem die Welt der Medien und Kommunikation, seither verändert hat.

Dass unser Konzept einer Kombination aus anspruchsvollen Texten und Terminen von Literaturveranstaltungen aus dem ganzen Land sich bewährt hat, dass die Zeitschrift ohne öffentliche Förderung, nur dank des Engagements aller MitarbeiterInnen und dreier von dem Projekt überzeugter Verlage noch immer existiert, freut uns und macht uns ein bisschen stolz. Wir danken auch den Abonnenten und Verteilstellen – Buchhandlungen, Bibliotheken und Institutionen – dafür, dass Sie das Literaturblatt durch Ihre Bestellungen unterstützen, und Ihnen, den Leserinnen und Lesern, für Ihr wohlwollendes Interesse!

Gern möchten wir nun einmal mehr über Ihre Lesegewohnheiten erfahren: Vielleicht haben Sie Kritik oder Anregungen, Ideen und Wünsche?

„Man gewinnt immer, wenn man erfährt, was andere von uns denken“, wusste schon Goethe, und deshalb legen wir diesem Literaturblatt einen kleinen Fragebogen bei, über dessen Beantwortung wie über ergänzende Kommentare wir uns freuen. Zur Belohnung für Ihre Mühe verlosen wir einhundert Abonnements für ein Jahr, alternativ Geschenkabonnements oder Bücher aus dem Hirzel Verlag.

Zur Feier des Jubiläums haben wir uns mehr Farbe gegönnt und von Friederike Groß eine exklusive Titelzeichnung bekommen, die eine subtile, vielschichtige Deutung des Verhältnisses von Tolstoi zu seiner Anna Karenina zeigt: Ist er ein Puppenspieler oder ein Pygmalion, unter dessen Händen die Figur zu leben beginnt? Neben dem Essay von Gabriele Weingartner über die Empathie der Schriftsteller für ihre Heldinnen finden Sie in dieser Ausgabe ein breites Spektrum an Porträts und Geschichten, bei deren Lektüre wir Ihnen viel Vergnügen wünschen.

Mit gespannter Vorfreude auf Ihre Post und Wünschen für einen schönen Lesesommer

 

Irene Ferchl

 

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